Der Verein der Kaufmannschaft zu Münster von 1835 vertritt den Stand der Kaufleute in Münster. Seine Mitglieder engagieren sich intensiv, aber nicht ausschließlich für die Interessen des eigenen Standes. Sie verstehen sich genauso als Netzwerk, Sprachrohr und Förderer des wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Lebens in Münster.

Mit ihrer Kaufmannsstiftung, die aus dem Verein zur Förderung der kaufmännischen Ausbildung sowie der kulturellen Belange und Einrichtungen der Stadt Münster hervorgegangen ist, unterstützt die Kaufmannschaft die qualitative Entwicklung Münsters und zeigt damit sowohl Gemeinsinn als auch Verantwortung für die Zukunft ihrer Stadt.

Stand: März 2017

Vorsitzender:
Matthias Lückertz
Erster stellvertretender Vorsitzender Zweiter stellvertretender Vorsitzender:
Dr. Benedikt Hüffer Fabian Roberg
Beisitzer:
Jan-Udo Kreyenborg Markus Schabel
Beirat:
Benedikt Graf Droste zu Vischering Markus Florian
Peter König Dr. Eduard Hüffer
Friedrich Carl Freiherr von Ketteler Jens Fiege
Thomas Oeding-Erdel Jens Röttgering
Max Stroetmann Christian Sieger
Tilmann Winkhaus Andreas Weitkamp

Während der Verein der Kaufmannschaft 2010 sein 175-jähriges Bestehen feierte, ist die Stiftung der Kaufmannschaft vergleichsweise jung: Sie ging 2009 aus dem Verein zur Förderung der kaufmännischen Ausbildung sowie der kulturellen Belange und Einrichtungen der Stadt Münster e.V. hervor. Die von dem Verein für das ursprünglich geplante Musik- und Kongresshallenprojekt gesammelten Gelder in Höhe von über 500.000 Euro wurden als Stiftungskapital eingebracht.

Die Kaufmannsstiftung hat sich insbesondere zum Ziel gesetzt, kaufmännische Nachwuchskräfte mit Stipendien und Preisen zu unterstützen. Zudem werden kulturelle Anliegen sowie gemeinnützigen Zwecken dienende Projekte und Einrichtungen in Münster nachhaltig gefördert.

Mit ihrer Stiftung für Bildung und kulturelle Zwecke in Münster setzt die Kaufmannschaft ein klares und nachdrückliches Zeichen für ihre enge Verbundenheit mit der Stadt und die Verpflichtung der Investition in die Zukunftsfähigkeit des Standorts Münster.

Vorstand:
Markus Florian
Thomas Oeding-Erdel

Kuratorium:
Matthias Lückertz
Dr. Benedikt Hüffer
Fabian Roberg
Jan-Udo Kreyenborg
Markus Schabel

Vorrangiges Ziel des Vereins ist die Förderung und Pflege der gemeinsamen kaufmännischen Interessen unter Ausschaltung aller parteipolitischen und konfessionellen Bestrebungen. Insbesondere hat sich der Verein zur Aufgabe gestellt,

  • die Vertretung des Standes und die Interessen der münsterischen Kaufmannschaft in der Öffentlichkeit, bei Verwaltungen, Behörden, Organisationen sowie überall dort, wo es notwendig erscheint, verantwortlich wahrzunehmen.
  • Handel und Industrie in Münster zu fördern, Stellungnahmen zu Angelegenheiten des münsterischen Wirtschaftslebens abzugeben sowie allgemeine wirtschaftliche Fragen, insbesondere Verkehrsfragen, zu behandeln.
  • gemeinschaftliche Arbeiten, Planungen und Zusammenschlüsse, die für die münsterische Wirtschaft von Bedeutung sind, zum Wohle der Stadt Münster voranzutreiben.
  • das Standesbewusstsein, die Standesehre und die Tradition im münsterischen Kaufmannsstand zu pflegen sowie für die Unterhaltung eines Archivs der Kaufmannschaft Sorge zu tragen.

Auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ist der Zweck des Vereins nicht gerichtet. Innerhalb des Vereins können sich Gruppen zur Vertretung oder Erreichung besonderer kaufmännischer Interessen zusammenschließen.

Stiftung der Kaufmannschaft zu Münster

Die 2009 gegründete Kaufmannsstiftung verfolgt den Zweck, die kaufmännische Ausbildung und die kaufmännischen Nachwuchskräfte im Raum Münster sowie die kulturellen Belange in der Stadt Münster zu fördern und die entsprechenden Einrichtungen mit geeigneten Mitteln zu unterstützen.

2012: Wahl von Matthias Lückertz zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Vereins der Kaufmannschaft zu Münster von 1835 e.V.
2011: Beauftragung eines städtebaulichen Gutachtens zur Umgestaltung des Schlossplatzes als „Barockgarten“
2009: Rekonstruktion der Friedensfahne von 1648 als Schenkung an die Stadt Münster
2009: Gründung der „Stiftung der Kaufmannschaft zu Münster“ zur Unterstützung der kaufmännischen Nachwuchskräfte mit Stipendien und Preisen, zur Förderung von kulturellen Anliegen und gemeinnützigen Zwecken dienenden Projekten und Einrichtungen der Stadt Münster
2008: Erwerb eines Kunstwerks der Skulpturprojekte 2007 – das Bodenrelief „We are still and reflective“ von Martin Boyce auf dem ehemaligen Zoogelände – und Schenkung an die Stadt Münster
2006: 2006 – 2012 Dr. Hugo Fiege
Fiege Gruppe
2000: Beginn des Engagements hinsichtlich der künftigen Nutzung des Hindenburg- bzw. Schlossplatzes
2000: 2000 – 2006 Lutz Stroetmann, L. Stroetmann GmbH & Co.
1997: Erwerb eines Kunstwerks der Skulpturprojekte 1997 – „Poetischer Sendeturm“ von Ilja Kabakov am Aasee – und Schenkung an das Landesmuseum
1995: Übergabe des Krameramtshauses an die Westfälische Wilhelms-Universität zur Gründung des Niederlande-Zentrums. In Erinnerung an die alte Tradition verlegt der Verein der Kaufmannschaft seine Geschäftsstelle in das Krameramtshaus zurück.
1994: Erweiterung des Vereinszwecks um die Förderung kultureller Belange und Einrichtungen in der Stadt Münster: Verein zur Förderung der kaufmännischen Ausbildung sowie der kulturellen Belange und Einrichtungen in der Stadt Münster e.V.1994 – 2000 Manfred Krukenkamp, Einrichtungshaus Krukenkamp
1976: 1976 – 1982 Dr. phil. Anton Wilhelm Hüffer, Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung GmbH & Co.1982 – 1988 Karl Heinz Knubel, Bernard Knubel GmbH & Co. KG

1988 – 1994 Ulrich Hettlage, Modehaus Hettlage

1971: Gründung des Vereins zur Förderung der kaufmännischen Ausbildung e.V. – zur Unterstützung und Weiterentwicklung der kaufmännischen Ausbildung im Raum Münster sowie zur Förderung der kaufmännischen Nachwuchskräfte
1960: 1960 – 1970 Arnold Holtmann, Germania Brauerei1970 – 1976 Dr. rer.-pol. Heinz Böcker, Kfm. Leiter bei Hoch- und Tiefbau Josef Oevermann GmbH & Co.
1958: Fertigstellung des Rathauses und Übergabe an die Stadt Münster
1956: Erstmalige „Ehrung der Besten“ – derjenigen Absolventen der Kaufmannsgehilfenprüfung in münsterischen Betrieben, die ihre Prüfung mit „sehr gut“ bestanden haben, im Rahmen der Mitgliederversammlung.
1956: Erstes Kramermahl in Anlehnung an eine alte Hansetradition aus dem Mittelalter, „als Zeichen des Gemeinschaftssinns und zum Wohle und Ansehen der Stadt Münster“. Zunächst als Gast im Zwei-Löwen-Klub, ab 1958 im Festsaal des wiederaufgebauten Rathauses.
1954: Erwerb des Silberschiffs des Vereins, das im Zeremoniell des Kramermahls eine zentrale Rolle einnehmen wird (Schiffspokal des münsterischen Goldschmieds Melchior von Büren aus dem frühen 17. Jahrhundert).
1950: Impuls zum Wiederaufbau des Rathauses durch einen eigens ins Leben gerufenen Ausschuss unter der Leitung von Friedrich Leopold Hüffer.
1948: Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit in der ursprünglichen Form unter dem Vorsitz von Friedrich Leopold Hüffer, Mitinhaber des Aschendorffschen Buch- und Zeitungsverlages. Im Fokus stehen der Wiederaufbau der zerstörten Stadt, die künftige Verkehrskonzeption und der Wohnungsneubau in Münster. Pläne, die zunächst seitens der Stadt Münster und zeitgenössischen Architekten angestrengt wurden, die eine völlig neue Struktur für die Innenstadt von Münster vorsahen, wurden insbesondere auf Initiative der Kaufleute der Stadt zugunsten von Konzepten revidiert, die sich an der Stadtstruktur der Vorkriegszeit orientierten.1948 – 1960 Friedrich Leopold Hüffer, Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung
1935: Nach der Feier des 100-jährigen Bestehens stellt der Verein seine Tätigkeit ein.
1932: 1932 – 1948 August Hölscher, Dampfmühle & Kornbranntwein-Brennerei
1925: Seit Mitte der 1920er Jahre hat die Geschäftsstelle des Vereins ihren Sitz im Haus Prinzipalmarkt 5 („Zum König von England“, heute Petzold).
1889: 1889 – 1899 Josef Wagener, Tabaksfabrik Gebrüder Wagener1899 – 1905 Robert Terfloth, Lebensmittelgroßhandlung B. Terfloth

1905 – 1909 Josef Wagener, Tabaksfabrik Gebrüder Wagener

1909 – 1919 Joseph Waltermann, Eisen-, Stahl- und Metallwarenhandlung

1919 – 1932 Heinrich Engberding, Münsterische Schiffahrts- und Lagerhaus-Aktien-Gesellschaft

1859: 1859 – 1889 Eduard Hüffer, Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung
1853: 1853 – 1859 Ferdinand Niedieck, Bankhaus Niedieck
1842: Das Krameramtshaus geht in den Besitz der Stadt Münster über, bleibt jedoch bis heute Versammlungsort des Vereins.
1835: Gründung des Vereins der Kaufmannschaft zur „Beförderung der Interessen des Handels im Allgemeinen und der Kaufmannschaft der Stadt Münster im Besonderen“. Im Fokus stehen die Förderung von Infrastrukturmaßnahmen (Verbesserung und Ausbau des Straßennetzes, Anbindung an Eisenbahntrassen, Bau des Dortmund-Ems-Kanals, Einführung des Telefons in Münster) sowie die Förderung der Ausbildung des kaufmännischen Nachwuchses.1835 – 1853 Johann Heinrich von Olfers, Bankhaus Lindenkampf & Olfers
1824: Die Kaufleute erwerben das ehemalige Krameramtshaus als Versammlungsort.
1821: Ein kleiner Kreis münsterscher Kaufleute plant die Gründung eines Vereins, um seine Interessen weiterhin gemeinsam vertreten zu können, da sich die frühere Organisationsform der Gilden zusehends auflöst.Auf die behördliche Genehmigung, einen ausschließlich den Interessen der münsterischen Kaufmannschaft dienenden Verein gründen zu dürfen, müssen die Initiatoren jedoch noch 14 Jahre warten.
1589: Errichtung des Krameramtshauses am Alten Steinweg als Gildehaus der Kramer. Es ist neben dem Rathaus eines der repräsentativsten öffentlichen Gebäude in Münster. Als Schutzpatronin thront eine Justitia mit Schwert und Waage über dem Eingang. Bis zur Auflösung der Gilden 1810 wird das Krameramtshaus von der Kramergilde als Versammlungsort und Warenlager genutzt.